Braucht man noch einen Katalog?

Bereits 2018 gab Otto bekannt den bekannten Otto-Katalog nach 68 Jahren einzustellen, einige Reiseanbieter wie auch unser Kunde Landal GreenParks sparen sich inzwischen ebenfalls die Kataloge. Und nun kam der Paukenschlag: 2021 gibt es keinen Ikea-Katalog mehr. Immerhin nach Angaben des Konzerns die weltweit meistgelesene Publikation nach der Bibel. Zu Spitzenzeiten wurden 200 Mio. Exemplare für 50 Länder gedruckt. Diese Zeiten sind übrigens auch gar nicht so lange her – 2016 wurde diese Auflage erreicht. Und auch 2019 wurden alleine für Deutschland noch 23 Millionen Exemplare gedruckt.

Ikea wird digitaler

Da fragt man sich auf den ersten Blick: Sind die verrückt das ganz aufzugeben? Nein, eigentlich nur konsequent. Denn sind wir mal ehrlich: Wenn man mal kurz nachsehen will welcher Tisch ins Esszimmer passt, blättern heute wohl nur noch wenige Kunden im Katalog und suchen dort alle Tische raus. Das erledigen wir heute mit dem Smartphone oder Tablet: Ungleich schneller und einfacher. Und gerade deshalb will Ikea ja auch die digitalen Wege noch weiter ausbauen und verstärken.

Dass Ikea da experimentierfreudig ist, zeigt beispielsweise ja auch die AR-App IKEA Place, die auf iOS-Geräten den Esstisch gleich Maßstabsgetreu virtuell in den Raum “beamt”. Das war mit einem Katalog so nie möglich.

Inspiration auf digitalen Kanälen

Aber so ein gedruckter Katalog ist natürlich auch ein wichtiger Inspirationsgeber: So könnte deine neue Küche aussehen, so dein Schlafzimmer und wäre ein Wohnzimmer in dem Look nicht auch mal was? Auch das ersetzt das Unternehmen Stück für Stück mit digitalen Inspirationswegen. Und da wird Ikea neben den bereits sichtbaren Welten in der Webseite oder auf anderen Kanälen sicherlich weiter experimentieren und uns neues bieten. Vielleicht laufen wir schon bald virtuell durch die inspirativen Welten.

Und auch in den Möbelhäusern vor Ort investiert der Konzern mehr und mehr in die Ausstellungen und damit in die Inspiration, die aber hier anders als im Katalog direkt zum Kaufen und Mitnehmen verleitet.

Nicht vergessen darf man auch das Thema Ökologie: Denn 200 Mio. Kataloge sind natürlich auch viel Papier, viel Energie, viele Paletten, viele LKW und damit viel CO2. Da praktisch alle Unternehmen an der CO2-Neutralität arbeiten, ist auch das ein wichtiger Faktor.

Wie macht ein Katalog heute Sinn?

Kommen wir aber zurück zur Ursprungsfrage: Braucht man noch einen Katalog? Das hängt natürlich immer von der Branche und der Unternehmensausrichtung ab, aber man kann mehrheitlich sagen: Eigentlich nicht mehr. Zumindest nicht in der Form wie Kataloge früher genutzt wurden. Suchen und nachschlagen macht man heute digital viel besser und schöner.

Der Trend geht daher beispielsweise bei Otto zu kleineren gedruckten smarten Medien die individueller auf Zielgruppen oder Kunden zugeschnitten werden. Diese werden dafür durchaus in höherer Frequenz als früher an die Kunden geschickt. So ist man auch deutlich flexibler als mit einem Jahreskatalog und kann auch individuell auf Trends und Nachfrageströme reagieren.

Gerne unterstützen und beraten wir Sie bei der Umstellung ihrer Kataloge in digitale Medien und auch beim Finden neuer smarter und inspirativer Printmedien.

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